Vom 31.08.-14.09.2007 waren wir beim Kaukasus-Trail in Russland - gebucht wurde wieder mal bei www.pferdreiter.de - ganz viele interessante Infos rund um Russland und die russischen Pferderassen findet man auch unter www.unsere-kabardiner.de
Anreise/Abreise: Flug mit der Aeroflot von München nach Moskau, von dort weiter nach Mineralnye Vody. Von dort wurden wir mit dem PKW ca. 45 Minuten weiter nach Kislowodsk gebracht.
Unterkünfte: In Kislowodsk waren wir direkt bei Tanya und Rhamazan untergebracht, hatten die ganze Wohnung fast ganz für uns alleine. Im Bergdorf Chassaut hatten wir ein einfaches Doppelzimmer mit etwas älteren Betten *g* Das Plumpsklo war etwa 20 Meter vom Haus entfernt, abends „parkte“ immer eine Kuh direkt vor dem Hüttchen (sie bewachte sozusagen das gute Stübchen:o) worüber wir uns köstlichst amüsierten. Eine Nacht verbrachten wir in einem großen Gemeinschaftszelt, das uns der nächtliche Sturm fast davonwehte, es konnte gerade noch schlimmeres verhindert werden.
Verpflegung: Wir wurden von Tanya und Asja supergut mit russischer Küche verwöhnt, es war immer mehr als reichlich und abwechslungsreich, wirklich sehr zu empfehlen (z.B. Borschtsch, Hammelfleisch, leckere Salate, Nachtisch usw. usw.) Hier sei auch extra nochmal erwähnt, das Tanya, Rhamazan, Asja und Rashid uns derart verwöhnten !!!! Besonders Tanya und Rhamazan waren sowas von herzlich und derart gastfreundlich, schier unglaublich. Besonders schön war der Abschiedsabend, wo gegrillt wurde und der Wodka und das Baltika-Bier in Strömen floss. Wir erfuhren sehr viel über Russland und natürlich speziell über die Karatschaier. Wir durften auch das SpaHotel erkunden in dem Tanya arbeitet, sehr interessant.
Flora/Fauna: Die Landschaft ist einfach unbeschreiblich schön !!! Ein wahres Paradies für die vielen Pferde- und Rinderherden. Die Hochebenen sind so unendlich weit … einfach grandios, sollte man wirklich mal gesehen haben.
Reitführer: Die Ritte wurden von einem jungen Russen („Djaka“) aus dem Bergdorf Chassaut geführt, zwecks Übersetzung ins Englische war immer Tanya´s und Rhamazan´s Sohn Rashid dabei. „Djaka“ war auf den ersten Blick ein sympathischer junger Kerl, es stellte sich aber heraus das er wirklich sehr sehr grob mit den Pferden umging.
Pferde: es waren sieben Karatschaier-Pferde, Hengste und Wallache, alle zwischen 3-8 Jahren (das Pferd von Reitführer „Djaka“ war 2,5 Jahre alt!!! und musste einiges an Schlägen einstecken) Die Pferde hatten ein Stockmass von ca. 148 – 165 cm und waren durch die Bank sowas von artig, brav und leichtrittig. Es wurde mit russischen Militärsätteln geritten, die sehr bequem zu sitzen waren. Nach einigen Tagen bekamen zwei Pferde starken Gurtdruck, was wir aber in den Griff bekamen indem wir wesentlich weiter hinten gurteten (das ist bei diesen Sätteln ohne Probleme möglich) und die Wunden mit Zinksalbe versorgten. Allerdings bekamen dann auch noch zwei weitere Pferde Satteldruck (unter den hinteren Trachten des Sattels). Ein Pferd war nicht beschlagen und konnte nach einigen Tagen nur noch auf weichem Boden ohne Druckschmerz gehen. Wir besprachen das alles natürlich mit Tanya und Rhamazan, die das Reitführer „Djaka“ übersetzten – der hatte für alles nur ein müdes Lächeln und meinte wir könnten wohl alle nicht reiten (Lieblingsspruch „Djaka“: kein Problem) ! Wir bemängelten desweiteren, dass die Pferde sehr abgemagert waren, einige mehr andere weniger – es gab auch zwei die als „Hutständer“ durchgegangen wären. Es ist wohl so, das sich der Reitführer nicht wie abgesprochen um die Fütterung gekümmert hatte … dies war für uns ganz ehrlich nicht wirklich eine plausible Erklärung. Die Pferde waren sowas von gutmütig, total leistungsbereit trotz der spärlichen Fütterung – sie hätten wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient !!! Hier sollte sich UNBEDINGT etwas ändern, was Tanya und Rhamazan uns auch versprochen haben. Wir können das den Pferden zuliebe nur hoffen.
Reitzeit: Anreise am Freitag 31.08.; Samstag – Montag Sternritte rund um Kislowodsk tgl. 4-6 Std.; Dienstag-Mittwoch Zwei-Tages-Trail nach Chassaut tgl. 6 Std.; Donnerstag Ruhetag für die Pferde (drei Pferde hatten keinen Ruhetag, das sie von „Djaka“ und anderen Russen eingesetzt wurden); Freitag-Samstag Sternritte rumd um Chassaut tgl. 6 Std.; Sonntag (der Sternritt wurde von uns Teilnehmern nach ca. 30 Minuten abgebrochen, es wurde zurück nach Chassaut geritten, Gründe dafür waren die unter Punkt PFERDE beschriebenen); Montag Rückritt nach Kislowodsk 8 Std.; Dienstag-Donnerstag Stadtführung und Wanderungen rund um Kislowodsk, Hotelbesichtigung; Freitag Abreise
FAZIT: Trotz einiger Widrigkeiten ist dieses Land unbedingt eine Reise wert !!!